Besucherandrang beim Hospizgarten

23.06.2012
, Rheinische Post, Krefeld

Schon immer blieben Passanten stehen, schauten neugierig durch die Glasdurchbrüche der alten Backsteinmauer in den Hospizgarten und bewunderten seine Pracht. Gestern, beim Tag der offenen Gartenpforte, hatten die Besucher Gelegenheit, sich den Garten einmal näher anzusehen. Hospizleiterin Brigitte Schwarz zeigte sich von dem starken Besucherandrang überrascht. „Das waren ja fast mehr, als sonst beim Tag der offenen Tür.“ Zusammen mit dem Hospizteam beantwortete sie bereitwillig bei Kaffee und Kuchen die Fragen der vielen Besucher. Eine besondere Überraschung boten die 27 Fischelner Hobbysingers mit einem weitgefächerten Lieder-Repertoire.

Rund 300 unterschiedliche Stauden, Pflanzen und Gehölze geben dem kleinen Areal seinen unverwechselbaren, fast mediterranen Charakter. Alles ist farblich aufeinander abgestimmt. Hier wachsen Mönchspfeffer aber auch Kletterund Rispenhortensien, Katzenminze, Pfefferstrauch und Buschmalven. Und natürlich besticht die Vielfalt der herrlich duftenden Busch- und Kletterrosen in rosa und weiß, die einen wunderschönen Farbkontrast zu Lavendel und blauen Ri ersporn bilden. An jedem Abschnitt der alten Klostermauer wächst etwas anderes. Ein breiter Weg führt vom Hospiz durch die alte Klostermauer in den Garten.

An einer windgeschützten Ecke den Gartens lädt eine Sitzgruppe unter einem Sonnenschirm zum Verweilen ein. „Wer von unseren Gästen noch rüstig ist, den fahren wir mit dem Rollstuhl in de Garten. Aber auch Gäste, die nicht mehr aufstehen können, bringen wir mit ihren Pflegebetten in den Garten. Für unsere Gäste ist es dann ein wunderbarer Moment, das Summen der Bienen zu hören, den Duft der Rosen zu riechen, einfach unter freiem Himmel von so viel Blüten und Schönheit umgeben zu sein.“ Dabei sah das mehrere hundert qm große Gelände an der Jägerstraße vor einigen Jahren gar nicht nach einem Garten Eden aus. Die Hospizleiterin Brigitte Schwarz erinnert sich: „Die Mitarbeiter des Fachbereichs Grünflächen haben sich in ihrer Freizeit ein Konzept entwickelt. Dann haben sie, zusammen mit anderen ehrenamtlichen Hospizmitarbeitern, dieses kleine Paradies geschaffen. 2007 konnten wir den Garten dann einweihen.“

zurück