Ein "Garten der Sinne" - vom Frühjahr bis Winter

29.09.2009
, WZ

Im ehemaligen Herz-Jesu-Kloster ist der grüne Innenhof seiner Bestimmung übergeben worden. Ein „Garten der Sinne“ – vom Frühjahr bis Winter hospiz Im ehemaligen Herz-Jesu-Kloster ist der grüne Innenhof seiner Bestimmung übergeben worden. „Der Garten erfüllt, was der benachbarte Platz verspricht: Eine Fülle an zart farbigen Blüten und sattem Grün weist der knapp 700 Quadratmeter große Innenhof des Hospizes am Blumenplatz auf. Bei einem Tag der offenen Tür mit Gartenfest der Einrichtung in den Räumen des ehemaligen Herz-Jesu-Klosters konnten sich die zahlreichen Besucher von dem Ergebnis der Arbeiten der letzten Wochen überzeugen, die einen „Garten der Sinne“ schufen.

Die Wandgestaltung nach Entwürfen von Studenten der Krefelder Hochschule folgt, versprach Professor Georg Wagner. Ein Element können die Designer dabei mit einbeziehen: Werner Rehse aus Uerdingen stiftete spontan eine Sonnenuhr, zum Andenken an seine jüngst gestorbene Frau. Die weitere Gestaltung soll die Vorgaben des Gartens aufnehmen und dem Sehen auch das Fühlen hinzufügen. Das Leben in der Natur widerspiegeln.

Die Grundgedanken des L-förmigen Gartens erläuterten Doris Törkel und Almuth Spelberg vom städtischen Fachbereich Grünflächen, die viel Wissen und Erfahrung in den Entwurf einfließen ließen und deren Kollegin Barbara Schröder den Pflanzplan hinzugefügt hat. Das ganze Jahr über soll der Garten das Leben der Natur widerspiegeln, von den Blüten des kleinen Apfelbaums im Frühling bis zur bunten Herbstfärbung der Blätter und den Duftblüten im Winter, den Rosen in der Sonne und Pflanzen im Schatten, zwischen Eibenkegeln und Heckenkugeln. Die Blütenfarben haben die drei Fachfrauen bewusst zart gewählt, viel Blau, Creme und Weiß, wenig grell leuchtendes Rot oder Gelb. Karin Meincke erinnert an die Anfänge Während einer kleiner Kohlweißling-Falter mit zartem Flügelschlag die nächsten Blüten im Sonnenlicht ansteuert, erinnert die Vorsitzende der Hospiz-Stiftung, Bürgermeisterin Karin Meincke, die Besucher daran, wie es begann, das Haus, die große Kapelle, den benachbarten ehemaligen Kindergarten und den jetzt zum Erlebnisgarten mutierten Gerümpelhof zu gestalten. Dabei wäre es ohne die gespendeten Arbeiten manchmal nicht weiter gegangen, betont sie und verweist auf die Tafel in der Eingangshalle mit den Großspendern. „Daneben sind uns aber alle auch noch so kleinen Spenden wichtig und notwendig“, fügt sie hinzu. Das Krefelder Hospiz hat sein Angebot, unheilbar erkrankte Menschen bis zur letzten Sekunde zu begleiten, unter das Motto gestellt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar - bis zuletzt.“ Davon konnten sich die Besucher an diesem Tag überzeugen, beim Rundgang sowie in Gesprächen mit den professionellen und ehrenamtlichen Helfern. Ma.

www.hospiz-krefeld.de Karin Meincke, die Vorsitzende der Hospiz-Stiftung Krefeld, informierte über die Anfänge.
kag

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